Unternehmen und Vereinigungen in Belgien sind gesetzlich verpflichtet, ihren Jahresabschluss bei der Belgischen Nationalbank (BNB) zu hinterlegen. Dabei müssen sie bestimmte Fristen einhalten:
Fristen für die Hinterlegung
Warum ist die fristgerechte Hinterlegung wichtig?
Diese Statistiken geben Einblick in den Zustand der belgischen Wirtschaft und sind daher auch gesellschaftlich relevant.
Verantwortliche Organe, wie etwa Geschäftsführer oder Verwaltungsratsmitglieder, riskieren bei Nicht- oder Spät-Hinterlegung Geldstrafen zwischen 400 € und 80.000 € (ursprünglich 50 € bis 10.000 €, mit einem Multiplikator von 8) sowie Haftstrafen von einem Monat bis zu einem Jahr. In bestimmten Fällen kann auch eine solidarische Haftung der Verwaltungsmitglieder gelten.
Im zivilrechtlichen Bereich gilt, dass Schäden Dritter automatisch als Folge der nicht fristgerechten Hinterlegung vermutet werden. Das bedeutet eine Beweislastumkehr: Die Geschäftsführer müssen nachweisen, dass die verspätete oder unterlassene Einreichung nicht ursächlich für den entstandenen Schaden war.
Gerichte können eine gerichtliche Auflösung der Gesellschaft anordnen, wenn die Jahresabschlüsse nicht hinterlegt werden.
Ab dem 1. Januar 2025 erhebt die BNB gestaffelte Zuschläge, wenn die Einreichung verspätet erfolgt. Diese Beträge dienen der Finanzierung staatlicher Kontrollmaßnahmen:
Diese Zuschläge werden gleichzeitig mit den regulären Veröffentlichungskosten erhoben und an den Föderalen Öffentlichen Dienst Finanzen weitergeleitet.
L’importance du dépôt ponctuel des comptes annuels – Blog ITAA